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Thailand-Kambodscha-Angkor Wat Reisebericht
Archiv - TIP Zeitung für Thailand
März 07, 2021, 12:35:21 *
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Autor Thema: Thailand-Kambodscha-Angkor Wat Reisebericht  (Gelesen 11217 mal)
khun lutz
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« am: April 02, 2008, 05:37:31 »

Reisebericht CAMBODIA - ANGKOR

Die Fotos stehen vorläufig unter Copyright, da dieser Reisebericht sowie Fotos, auf einer anderen Site auch veröffentlicht werden.
Wenn der Tip für die Printausgabe Bilder benötigt, ist dies gestattet, jedoch nur für die Printausgabe, andersweitige Verwendung Online, ist vorläufig ausgeschlossen.


REISEBERICHT

Tourverlauf:
Bangkok, Aranya Prathet, Poipet, Siem Reap, Angkor, Poipet, Go Kathing, Chachoengsao, Bangkok

Zeitfenster:7 Tage
Verkehrsmittel:Bahn, Bus, Taxi, Mopedtaxi
Kosten der Reise u. Verpflegung:etwa 200,-Euro
Temperaturen:zwischen 37?C und 40?C (März)
Vorbereitungen:keine
Empfehlungen:festes geschlossenes belastbares Schuhwerk, sowie eine Feinstaubmaske, Wechselwäsche für jeden Tag (wg. Staub) oder Waschmittel zum Klamotten waschen
Währungen: in Thailand Thai-Baht (1EUR:49,-Baht) In Cambodia unbedingt US Dollar verwenden(1 EUR:1,52 USD)
Weitere Wechselkurse:1 Baht:125,-Riel / 1USD:4000,-Riel / 1EUR:5800,-Riel
Visa:an Grenze erhältlich, 1000Baht Gebühr, 1x Passfoto
Gültigkeit 30 Tage, bei 1x Einreise
Hotelkosten:ab 7,-USD Fan, ab 10,-USD Airkon
Lebensmittel und Verpflegung: etwa 20Prozent teurer als in Thailand

NEBENINFORMATIONEN
Lohngefüge (Cambodia):etwa 45,-USD /Monat (= 1500,-Baht)
Benzinkosten:etwa 45,-Baht /Liter    ( = 1,40USD)
Reis:etwa 50,-Baht/Kilo      ( = 1,50USD)
Die meisten Food und Non-Foodartikel werden aus Thailand importiert und sind daher etwas teurer als in Thailand selbst.
Die Kosten für Schulbildng sind sehr hoch. 1 Jahr primary school kostet etwa 500 USD zzgl. Bücher, Kleidung etc., also weitere 500 USD, deshalb ist ein Schulbesuch, bei der sehr armen Landbevölkerung reiner Luxus.

Geplant war, diese Tour ausschliesslich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu absolvieren und nur in Ausnahmefällen auf Alternativen zurückzugreifen.

Das  Hauptziel der Reise ist die Besichtigung von Angkor gewesen, andere Interessen habe ich drumherumgebaut, als da wären:
einen benötigten Grenzübertritt zur Aktivierung meines Double-Entry-Visa und  einen Besuch bei einem Forenmitglied in Go Kathing.

Start der Reise ist Sonnabend der 22.3.2008, morgens um 6:43Uhr auf dem Bahnhof Bangkok-Hua Mak gewesen, welcher nur 2 Km von meinem Apartment entfernt ist.

Dort pünktlich angekommen, habe ich ein Bahnticket ohne Möglichkeit der Platzreservierung für 46,- Baht käuflich erstanden.


Der Bahnhof war zu dieser frühen Stunde schon sehr gut gefüllt. Als erstes ist mir vis a vis des Bahnhofs ein Pick Up der Bkk-Police aufgefallen, der dort eine Gruppe von etwa 10 Leute, welche dort sassen, aufgeladen und ins Unbekannte verfrachtet hatte. Dies lief ohne Widerstand ab, die Hintergründe blieben mir allerdings verborgen.


Auf und neben dem Bahnhof sind diverse Hunde ansässig, welche recht gut sehend oder auch riechend, auf einer Entfernung von 30 bis 40 Metern anhand der Bewegungen der Leute erkannt haben, dass es dort gleich etwas zu essen (für die Leute) gibt. Einer aus der Gruppe der Hunde sprintete sofort zu solch einer potentiellen Futterquelle hin. Die anderen auf dem Bahnsteig verbliebenen, setzten sich demonstrativ vor die frühstückenden Leute und genossen jeden Bissen mit den Leuten.


Da Thais offensichtlich gerne geben, hat jeder der wartenden Hunde, die Reste der angebeteten potentiellen Zugfahrgäste auch erhalten, meist Schaschlik-Spiesse, die diese dann auch fachgerecht durch vorherige mehrfache Teilung des Holzspiesses zerbissen haben, um sich im Anschluss der Fleischreste genüsslich zu erlaben.


Da es morgens kurz nach 6 Uhr gewesen ist, haben einige auch nach vorherigem Kauf an einer Garküche, die Möglichkeit der übergabe einer Lebensmittelspende an einen am gegenüberliegendem Gleis auf selbiges wartenden Mönch, sowie ein Morgengebet wahrgenommen.


Ich selbst habe auch ein wenig Durst verspürt und mir deshalb gegenüber des Gleises, einen Thai Cha Ron bestellt, welcher dann auch prommt als Bestellung verbal bestätigt und mit flinken Fingern gefertigt wurde. Er war ein wenig dunkler als üblich und ich schob es auf die Stärke der Mischung. Nach beginnenden Konsum des frischen heissen Getränkes, stellte sich dieses jedoch als gewöhnlicher Kaffee mit Milch herraus. Da ich eh noch müde gewesen bin, habe ich diesen dann als persönlichen Wachmacher missbraucht. Nicht das er schlecht geschmeckt hätte, aber ich trinke im Regelfall keinen Kaffee.

Kurze Zeit später traf dann auch schon der Zug ein, welcher am Hauptbahnhof in Hua Lampong um 5:55Uhr gestartet ist. Alles was auf dem Bahnhof Beine hatte, enterte nun diesen unschuldigen Zug von allen Seiten. Ich habe mich diesem Verhaltensmuster nicht angeschlossen, da mir ein solches Verhalten von Thais bereits bekannt ist. Jeder will der erste sein und einen Sitzplatz erobern, egal ob in der BTS, MRT oder einen stinknormalen Bus.
Hätte ich mich mal an den Thais orientiert, denn die Rechnung für mein vermeintlich zivilisiertes Verhalten, sollte ich schon im nächsten Augenblick sofort bezahlen.
Das Bild erspart wohl 1000 Worte.


Das Zahlen der Rechnung hat fast 2 Stunden gedauert. Als kleine Nebeninformation, dieser Zug hat KEINE Airkon. Es gibt zwar Ventilatoren, aber ich habe in meinem unglaublichen Farangglück, ausgerechnet zwischen zwei Deckenventilatoren gestanden, welches meinen schweisspressenden Poren in keinster Weise hilfreich gewesen ist.
Aber glücklicherweise bin ich nicht der einzigste gewesen, der im permanenten Schweisse stand. Auch Thais können schwitzen und das garnicht mal so schlecht.

Nach etwa 2 Stunden wurde ich durch aussteigende Fahrgäste, ohne dafür im Thai-Style kämpfen zu müssen, durch das in Besitz nehmen eines Gangsitzplatzes, für meine standhafte Ausdauer belohnt.
Die gesamte Fahrt dauerte laut Plan und auch etwa in realtime!!! 4:45 Stunden und war für mich ab jetzt auch sehr angenehm. Es ist interessant, die Leute im Zug und auf den Bahnhöfen zu beobachten. Im späteren Verlauf der Fahrt, rief meine Junkie-Lunge nach Nicotin und ich habe meine Reisetasche demonstrativ und zum Schutze meines Platzes vor Missbrauch durch Dritte, auf den Sitzplatz gestellt um in der Toilette meiner Sucht nachzugehen. Dieses stellte kein Problem dar, da der Schaffner sich erst mal hätte zu mir duchkämpfen müssen, welches er aufgrund der Fülle an denen im Gang stehenden Reisenden und der Hitze in diesem Zug, vernünftiger Weise unterlassen hat.
Fast pünktlich in Aranya Prathet angekommen und entspannt den Zug verlassen, sah ich mich der örtlichen Tuk Tuk – Mafia gegenüberstehend.
Diese Jungs sind schon sehr penetrant, dass kann ich hiermit ehrlich bestätigen.
Ich dachte mir, fragste einfach mal nach, was denn die paar Kilometer bis zur Grenze kosten sollen. Mehrfach wurden mir 90 Baht offeriert, welchen ich mit einem müden Lächeln sowie einer soliden  Verhandlungsbasis von 50 Baht entgegenwirkte. Dadurch haben die Mafiosis sofort den Kieniau in mir erkannt und mich als potentielle Beute in Ruhe ignoriert.
Es gibt aber auch überhaupt garkeinen Grund, sich in die Hände dieser Mafiosis zu begeben, denn direkt vor dem Bahnhof steht ein LKW Song Thaeo, welcher für 10 Baht, direkt bis zur Grenze fährt und das in etwa 7 Minuten Gesamtfahrzeit.
An der Grenze angekommen, befindet man sich auf dem bekannten GOLDEN GATE PLAZA Markt. Es gibt dort so ziemlich alles, was das Herz begehrt, auch kann auf ?Teufel komm raus“ gehandelt werden, welches mich bei dem anstehenden Neukauf einer Uhr, in eine angenehme Handelslaune verfallen liess.
Der Händler, welchen ich später in Poipet wiedertreffen werde, welches ich zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht wissen konnte, war bereit, mit mir in den internationalen Verhandlungszweikampf einzugehen. Er wollte 1700,-Baht für die Uhr und musste sie mir nach etwa 10 Minuten für 900,- überlassen, wobei ich sie unbedingt haben wollte und deshalb den Preis nicht weiter gedrückt habe. Es wären meiner Meinung nach noch etwa 200,- Baht rauszuholen gewesen, welche ich jedoch später in Poipet, indirekt durch den Kauf einer neuen Tasche für meine Camera, erhalten werde.

« Letzte Änderung: April 08, 2008, 07:39:44 von khun lutz » Gespeichert
dii
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« Antworten #1 am: April 02, 2008, 08:30:33 »

Zitat " Die Fotos stehen vorläufig unter Copyright, da dieser Reisebericht sowie Fotos, auf einer anderen Site auch veröffentlicht werden.
Wenn der Tip für die Printausgabe Bilder benötigt, ist dies gestattet, jedoch nur für die Printausgabe, andersweitige Verwendung Online, ist vorläufig ausgeschlossen. "

...dann schau mal unter Punkt 3. [Lächelnd]

http://www.tip-thailand.org/Nutzungsbestimmungen.asp



...Alkohol macht langsam dumm - egal,wir haben Zeit... ...die Zeit leuft ab!
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Louis
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« Antworten #2 am: April 03, 2008, 07:45:57 »

Ich erwarte Bilder und Berichte aus Kambodscha und nicht irgendwelche Wortgefechte. Einige Postings habe ich gelöscht.
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khun lutz
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« Antworten #3 am: April 07, 2008, 01:19:26 »

Nun war es an der Zeit, das Wetter und das Geschehen auf dem Markt zu beobachten und geniessen, wozu ich mich in ein kleine netten Open Air Coffee-Shop gesetzt habe um dort endlich meinen ersehnten echten Thai Cha Ron zu bekommen. Der war mit 30,-Baht nicht gerade günstig, aber die Location hat es wohl begründet und sie war es auch Wert, zumal es dort sehr sauber zugeht, die Bedienung ein wenig englisch kann und auch ausgesprochen freundlich ist. Dies ist ein Familienbetrieb, der eigentlich aus Bangkok kommt, jedoch auf diesem Markt seine Coffe-Shop betreibt.


Nach einer halben Stunde raffte ich mich wieder auf, um den durch Vorurteilen verfallenen finsteren Abläufen des Grenzübertrittes, samt der Beschaffung des Visa, völlig lustlos entgegenzugehen.
Auf dem Weg zur Grenzabfertigung passierte ich die bettelnden cambodianischen Kinder, welche zwar aufdringlich gewesen sind, aber auch wieder unproblematisch loszuwerden, sowie die etwas dienstleistungsfreudigeren Kinder, welche mir trotz überdachung einen Sonnenschirm über meinem Haupt halten wollten.
Mit der Aussage, Phom Mai Mi Satang, wird man beide Geldsackanzapfergilden wieder unproblematisch los.


Nun also direkt zur Abfertigung gemütlichen Schrittes, auf das schlimmste gefasst, habe ich folgenden Weg genommen.




Bei der thailändischen  Immigration bin ich entgegen meines schlimmen Vorurteils, von freundlichen und Witze reissenden Beamten empfangen worden, welche sich auch um eine schnelle Abwicklung bemühten. Das ganze hat etwa 10 Minuten gedauert und schon war ich im Niemandsland, zwischen Thailand und Cambodia angekommen.




Dort muss man dann von der linken auf die rechte Strassenseite rübergehen, um sich bei den Cambodianern das Visa ausstellen zu lassen. Auch das ging völlig unproblematisch, sie waren sehr freundlich und hilfsbereit, ich musste lediglich ein Passbild abgeben und die 1000,- Baht bezahlen. Den Rest, inklusive Schreibarbeit für die Application haben sie für mich erledigt. Nach etwa 5 Minuten hatte ich mein Visa und man wünschte mir hinterherwinkend, eine gute Reise.

Hinter dem Torbogen wurde dann nochmals das Visa gecheckt und die ganze Grenzabfertigungsprozedur war somit erledigt. Das ganze hatte mich etwa 30 Minuten Zeitaufwand gekostet, inklusive schlendernden Ganges durch die gesamte Grenzanlage.

In Poipet angekommen, wird dir dann permanent von Mopedtaxis ein Chaufeurdienst angeboten, jedoch nicht aufdringlich wie z. Bsp. am Bahnhof Aranya Prathet.
Ich habe dankend abgelehnt und bin erst mal die gesamte Mainroad (etwa 2Km) abgelaufen, um mich zu orientieren und ein geeignetes Hotel für mich zu finden.
Folgende Szenen und Situationen habe ich dann im Bild festgehalten.
























Wenn das der TüV wüsste.


Dieser Baum wurde in alter Handwerkertradition von Hand gefällt, man beachte bitte rechts die Hütte und direkt davor, auf der Strasse, die Hauptstromleitung. Wenn das man gut geht.


Hier zum Beipiel stehen die Karren, mit den die sehr armen Leute tagsüber ihr Geld verdienen. Eine Tour über die Grenze, je nach Gewicht, bringt einen Verdienst von etwa 20 Baht !!!. Wenn man bedenkt, dass sie manchmal Stunden für die Abfertigung benötigen, kann man sich schnell ausrechnen, wie hoch der Tageserlös sein kann.



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« Letzte Änderung: April 08, 2008, 07:53:44 von khun lutz » Gespeichert
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« Antworten #4 am: April 07, 2008, 01:37:54 »

Ich habe dann ganz weit hinten links in der Querstrasse einer Querstrasse mein Hotel gefunden. Es kostet 350,- Baht mit Airkon/Nacht/ohne Frühstück. Das Personal ist sehr freundlich, jedoch  schlecht englisch sprechend. Aber mit ein bischen Thai kommt man dann auch wieder weiter. Auf jeden Fall wird versucht, die Wünsche der Gäste zu erfüllen.
 



(An späterer Stelle des Berichtes, stelle ich dann die Kontaktdaten als Foto rein.)
Ich habe mich dann später von Kim einem Mopedtaxifahrer, welcher A sehr vorsichtig fährt, B sich um die persönliche Sicherheit seiner Kundschaft kümmert, C Insidertipps parat hat, D  kostengünstig ist und E ganz vernünftig Englisch spricht, chaufieren lassen.
Mit seiner Erlaubnis stelle ich seine Telefonnumer hier ein: Kim 085512806630 (Thai-Netz).
übrigens ist es möglich, mit einem Thai-Handy in Poipet weiter zu telefonieren, allerdings weiter im Inland ist dann keine Verbindung mehr möglich.
In Cambodia gibt es jedoch auch Prepaid-Sim-Cards für jedermann, in der Art, wie in Thailand.
In Poipet gibt es einen Duty Free Shop auf der rechten Seite der Hauptstrasse, etwa 1 Km hinter der Grenze. Dort gibt es Zigaretten (z.Bsp. LM Menthol, Stange 130,-Baht), Alkohol (z.Bsp. Vodka Smirnoff, 0,7L 250,-Baht), 100Prozent Fruchtjuice (z.Bsp. 2,4L unkonservierter O-Saft, 120,-Baht) und diverse andere Dinge, zu extrem günstigen Preisen, zu zahlen in Baht.

Auf der ganzen Reise ist mir aufgefallen, dass sehr viele Cambodianer des Englischen, des Vietnamesischen und z.T. auch des Thais mächtig sind, der eine mehr, der andere weniger, aber in der Masse mehr, als dies in Thailand üblich ist. Die Cambodianer, denen ich begegnet bin, ssind alle sehr freundlich, nett und aufgeschlossen gegenüber mir als Fremden  aufgetreten. Niemand hatte während der gesamten Aufenthaltszeit versucht, mich zu übervorteilen, weil ich ein Ausländer bin.
Am frühen Abend habe ich festgestellt, dass die Tasche für meine Camera defekt ist und machte mich auf den Weg, eine neue zu besorgen.
An einem entsprechenden Foto-Handy-Zubehör-Shop angekommen, strahlte mich auch schon der Verkäufer an, es war genau dieser, welcher mir auf dem GOLDEN GATE PLAZA die Uhr verkauft hatte.
Er selber arbeitet tagsüber auf dem Grenzmarkt und sein familärer Anhang schmeisst den Laden in Poipet Abends ist er dann wieder selbst Chefe in seinem Laden. Er hatte eine Cameratasche und gab mir von sich aus einen grosszügigen Rabatt, da ich bereits vorher die Uhr gekauft hatte.
Essen gehen in Poipet ist nicht ganz so leicht, da die cambodianische Küche teilweise gewöhnungsbedürftig ist, aber es gibt ein paar versteckte Restaurants(Kim weiss wo sie sich befinden),verhungern muss niemand und ich musste es glücklicher Weise auch nicht.
Frisch gestärkt habe ich mich auf den Weg gemacht, einen Bustouranbieter nach Siem Reap zu finden. Ich war erfolgreich und mir wurde alternativ zu einer Bustour (etwa 6 Stunden Fahrtzeit), eine Taxi-Share-Tour angeboten. Das heisst ein PKW, den sich dann 3-4 Leute teilen. Dabei gibt es verschiedene Preisklassen.
Eine Person alleine=45USD, nächste Klassifizierung "Businessclass" im Share-Taxi, dass bedeutet Beifahrersitz(mit Beinfreiheit)=20USD, dann gibt es noch die 2.Klasse (Rücksitz, ohne Beinfreiheit und eng), mit bis zu 3 Personen=15USD und zu guter letzt gibt es noch die Möglichkeit in ungesunder Körperhaltung eines S oder X oder G mitzufahren, also ohne wirklich reale Sitzmöglichkeit, entweder auf der Mittelkonsole vorn oder in irgendeiner abartigen Körperhaltung hinten zwischen Fussraum und ..... . Das kostet dann um die 7USD, aber wirklich nicht empfehlenswert. Die Strecke von Poipet bis Siem Reap ist etwa 150 Km Distanz und benötigt inklusive einer Essenspause, etwa 3 Std 20 Minunten.
Ich habe mich für Businessclass entschieden und man wollte mich am nächsten Morgen anrufen um mir Bescheid zu geben, ob das Taxi auch noch voll geworden ist, da ich zu diesem Zeitpunkt, der erste Anmieter/Interessent gewesen bin.

Abends bin ich dann auf Hasenjagd gegangen, war aber ohne Hilfe meines Taxichaufeurs völlig erfolglos. Mit seiner Hilfe wurde ich dann auch erfolgreicher, allerdings war es nicht gerade der Brüller.
Die cambodianischen Kakerlaken hingegen sahen ausgesprochen schön aus.


Preise Poipet:ST 500-700 Baht / LT 1000-1600 Baht.
Ich habe mir ein Doppelpack gegönnt und war entsprechend müde, als mich der Taxifahrer am Morgen um etwa 9Uhr anrief, um mir zu sagen, dass er abfahrbereit wäre. Ich bat um 20 Minuten Verzögerung, so dass ich noch duschen gehen konnte um dann im Anschluss auszuchecken.
Er stand dann pünktlich 20 Minuten später vor dem Hotel und ab ging die Reise nach Siem Reap. Bezahlt wurde gleich vor Ort in USD.


Die Strasse nach Siem Reap ist ein Albtraum. Selber habe ich schon einige Strassen befahren, die eigentlich gar keine gewesen sind, so in Polen, Ukraine etc. Aber diese Strasse ist in seiner Beschaffenheit unschlagbar, wobei die Bezeichnung Strasse reichlich übertrieben ist.
Der absolute Reifenkiller, ölwannenaufschlitzer und wie man auch sehen kann, Windschutzscheibenkiller.


Folgende Transportmöglichkeit nutzt die Mehrheit der Cambodianer, da dies die günstigste, aber auch gefährlichste und mit Sicherheit ungesündeste Variante des Fortbewegens ist.


Um so mehr man Landeinwärts fährt, um so ärmer ist die Bevölkerung. Die Häuser Hütten UnterkünfteBehausungen der Landleute, sehen erbärmlich aus und zeugen von der grossen Armut im Land. Auch die Landschaften sehen nicht gerade fruchtbar aus. überwiegend haben die Farben, Beige, Grau und Rostrot dominiert, wobei auch erwähnt werden muss, dass es sich derzeit um eine trockene Jahreszeit handelt. Sand, Sand, Sand  und nochmals Sand und den Staub natürlich nicht zu vergessen. Quasi ein Markenzeichen. Deshalb ist auch das feste Schuhwerk und ausreichend Klamotten sowie eine Staubmaske mitzunehmen.


Umso weiter man in das Inland fährt, um so heisser wird es. überwiegend hatten wir um die 40 ?C. Wer da nicht vortrainiert ist, hat schlechte Karten und wird ganz schön Wasser lassen müssen.


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« Antworten #5 am: April 07, 2008, 02:20:28 »

In Siem Reap angekommen, fragte der Taxifahrer jeden Fahrgast, wo er hin möchte, da es sich im Regelfall um ein Tür zu Tür Deal handelt.
Auch ich wurde gefragt und hatte noch gar keine Peilung, wohin es mich verschlagen soll. Eine Thai vom Rücksitz , um die 50, sagte mir, dass sie auch ein Hotel suche und mehrere Adressen zur Auswahl hätte. Sie fragte mich nach meinem Kapitaleinsatz pro Nacht. Ich sagte ihr, dass ich nicht vorhabe, mehr als 10 USD auszugeben.
Daraufhin bestätigte sie mir, dass sie auch nicht mehr dafür ausgibt und wir zogen beide mit einemTukTuk davon. Kurze Zeit später und 2 USD ärmer, befanden wir uns im VICTORY Guesthouse in Siem Reap. Die Zimmer waren sauber und geräumig, ein schönes Bad und der Preis von 12 USD mit Airkon, ist völlig akzeptabel gewesen.
Also haben wir eingecheckt. Erst mal eine Dusche genommen und dann ging es mir schon viel besser.
Das Victory wird im Familienbetrieb geführt, das Ehepaar ist noch recht jung, so um die 30 Jahre alt, sie ist sehr hübsch und beide sind absolut kundenserviceorientiert, superfreundlich, hilfsbereit und ausgesprochen nett.
Diese Guesthouse kann ich nur empfehlen.






Da ich ja Siem Reap kennenlernen wollte, habe ich mir den nächstbesten Mopedtaxifahrer gegriffen, der mich zum War-Museum fahren sollte, welches ich auf der Fahrt nach Siem Reap schon erblickt hatte und nun auch besuchen wollte.
Dort angekommen, habe ich die billigen entäuschenden Reste der Kriegsführung vorgefunden, nicht eine Information zu dem gesamten Krieg und den Hintergründen oder Nebeninformationen. Der Eintritt kostet 3 USD und ist es in meinen Augen nicht Wert. Für Militariafreunde ist es sicherlich interessant, aber ich stelle mir unter solch einem Museum in Cambodia die aufgearbeitete Geschichte vor und nicht den restlichen Schrott des Krieges.
Trotzdem ein paar Bilder für diejenigen, die es interessiert.










Siem Reap ist eine schöne moderne Kleinstadt, mit derzeit etwa 1,4 Mio Einwohner, wovon etwa 30Prozent Vietnamesen sind.










Mit sehr schönen Hotelanlagen und interessanter Architektur.




Viele der Hotelanlagen sind im **** Sterne Bereich angesiedelt. Die Stadt ist ausgesprochen sauber und gepflegt. Von hier nach Angkor, es nur ein paar Kilometer. Das heisst, jeder der sich Angkor reinziehen will, startet in der Regel von Siem Reap aus und nächtigt auch dort. Touris gab es übrigens recht viele.

Nach meinem missglückten War-Museumsausflug, bin ich erst mal wieder in das Hotel zurückgefahren. Mit dem Mopedtaxifahrer Phirun habe ich einen Deal gemacht. Er fährt mich die nächsten Tage überall hin, wo es etwas Sehenswertes gibt. Der Tagessatz ist 14 USD inkl. Sprit zuzüglich Verpflegung. Diesen Preis hat er mir selbst offeriert, so dass ich vom Bauchgefühl nicht nachverhandeln musste. Ich habe auch gehört, dass einige Tuk-Tuk?s 12 USD nehmen, aber die laufen nicht ständig mit dir mit, sondern pennen lieber in der Zeit, wo du dich auf abenteuerlichen Reisen begibst.
Phirun kommt eigentlich aus Phnom Phen, hat dort eine Ausbildung im Tourismusgewerbe gemacht, kann jedoch sein Examen nicht bezahlen und jobbt deshalb vorerst als Mopedtaxifahrer. Er spricht gut Englisch und ist ein sehr freundlicher, netter, symphatischer und vorsichtiger Fahrer.
Auch er möchte, dass ich seine Kontaktdaten in dieser Story veröffentliche, so dass jemand auf ihn zurückgreifen kann, wenn er diesen Service in Anspruch nehmen möchte. TEL: 011734166, E-Mail: phirunyo@yahoo.com

Abends im Hotel bei Abendessen, welches übrigens köstlich schmeckt und lediglich um die 2 USD kostet, habe ich die Thailänderin, mit der ich eingecheckt habe, wiedergetroffen.
Mit ihr habe ich mich sehr angeregt über Thailand unterhalten. Sie schreibt Skripte für das Thai TV und wohnt in Bangkok. Im Verlaufe des Gespräches offerierte sie mir, dass sie der überzeugung ist, dass Samak inklusiver seiner PPP, in den nächsten 4 bis 6 Wochen nur noch Geschichte sein wird. Auch ist ihre Meinung im allgemeinen, hinsichtlich Samak, äusserst negativ gewesen.


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« Antworten #6 am: April 07, 2008, 02:34:48 »

Am nächsten Morgen war ich dann mit Phirun im Hotel zum Frühstück verabredet gewesen, um im Anschluss in Angkor Wat einzureiten.

Alle Tempel im Umfeld von Siem Reap, unterstehen der Apsara Co. Und sind für alle NICHT-CAMBODIANER eintrittspreispflichtig.
Der Eintritt pro Tag kostet 20 USD, ein Guide auf Wunsch, in verschiedenen Sprachen, kostet um die 50 USD, ich hatte Phirun als kostenlosen Privatguide und habe es auch nicht bereut.
Wer ohne Eintrittskarte erwischt wird, muss böse Strafe bezahlen.




Angkor ist eine sehr grosse Anlage, für die man bei eingehender Besichtigung, etwa 3 Tage minimum benötigt.




Angkor Wat ist von Wasser ähnlich eines Burgraben umgeben.


Es heisst, in Angkor Wat zu heiraten, soll viel Glück bringen. Um ein Feeling davon zu transferieren, befinden sich dort viele bezahlte Cambodianer in traditionellen Hochzeitsgewändern.




In der Anlage selbst, ist es sehr ruhig und weitläufig. Es befinden sich dort mehrere Nebengebäude, alle sehr gut erhalten.
Mir wurde versichert, dass keine Restaurationen in Form von Ersatz, fehlender Elemente vorgenommen worden sind.
Am meisten wurde in gesamt Angkor, ein blauer Sandstein für den Innenbereich, respektive für den geschützten Aussenbereich verwendet, da dieser sehr gut für filigrane  Arbeiten geeignet ist. Auch wurden roter Sandstein verwendet, jedoch nicht in der Mehrzahl der Anwendungen.








Auch die Termiten fühlensich in Angkor Wat sehr wohl.


In dem Haupttempel von Angkor Wat, sind in einer Art Aussen-Galerie, ca.600 Meter Relief verarbeitet.






Am Abend sind wir dann auf einen Berg gewandert, an den Sunsetpoint, den man auch per Elefant für 20 USD aufwärts und 15 USD abwärts reiten kann.


Von dort oben aus, hat man einen schönen Rundumblick, unter anderem auf Lake West Baray (einem See mit Insel), an der man relaxen kann, sowohl auch auf Angkor Wat, so es nicht bewölkt ist, wie in meinem Fall und keine Sunsetbilder möglich waren. Im Sonnenuntergang soll Angkor Wat ähnlich der Golden Gate Bridge in SF , in Gold leuchten.
Lake West Baray


Angkor Wat ohne Gold


Später im Dunkeln habe ich dann schönere Bilder von Angkor Wat schiessen können.






Am Abend bin ich dann erst mal wieder ins Hotel zurück und musste mich erst  einmal genüsslich duschen und wieder runterkühlen.
An den nächsten beiden Tagen, haben Phirun und ich das gesamte Gebiet von Angkor unsicher gemacht, wofür ich schon morgens meine 20 USD Eintrittspreis bezahlen durfte.



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« Antworten #7 am: April 07, 2008, 02:58:15 »

Ich kann die unzähligen Tempel nicht mehr aufzählen, sie entstammen verschiedener Epochen und sind auch teilweise durch unterschiedliche Konstruktionen und Bauart erkenbar. In Angkor wurden fünf verschiedene Gottheiten angebetet und verehrt, als da wären Vishnu, Shiva, Prom, Norey und Buddha.
Die Ziegeltempel, wie sie auch in Thailand überall zu finden sind, wurden  ohne Verbundmaterial errichtet. Die Technik bestand darin, die Ziegel in ungebrannten und daher weichem Zustand zu verbauen, danach wurde Feuer in der Anlage gelegt, welches die Ziegel brannte und quasi zusammenschweisste.
Auch fand ich diverse Verputzungen mit geschnitzten Figuren, welche mehr als 900 Jahre alt sind. Mir war unverständlich, das der Putz 900 Jahre halten kann. Im Vergleich zu damals, ist der Hi-Tech-Aussenputz von heute, gerade mal 70-100 Jahre haltbar.
Die Zusammensetzung des Putzes von damals bestand aus lediglich 3 Anteilen. Kalk, Sand und Baumharz.
Sollte jemand mehr Informationen benötigen, so verweise ich auf Scipio, dieser schrieb, sich in der Geschichte von Angkor sehr gut auszukennen, war auch selber dort und bei Anfrage Informationen, respektive Material zu Verfügung zu stellen.

Viele Tempel dienten ausschliesslich als Gruft für die Ahnen, aber wurden auch als Religionsschulen genutzt. Meist handelt es sich um Tempel in 3 Ebenen. In der untersten Ebene hatten die einfachsten Grade der Hirarchie Zutritt, in der zweiten Ebene die Priester  und in der höchsten 3.oberen Ebene, nur die Könige.

Es gibt übrigens Rundflüge im Heli ab 75 USD, sowohl auch Ballonflüge im Angebot.
Wem das alles zu teuer ist, der bewegt sich halt so fort.


Weiterhin wäre noch erwähnenswert, dass nur etwa 30Prozent der Zerstörung in der gesamten Anlage durch Witterung ausgelöst wurde. Ein wesentlich grösserer Anteil, wurde durch Thais mit Hilfe von Elefanten als ?Zugmaschine“ zerstört.


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« Antworten #8 am: April 07, 2008, 03:04:52 »

Hier nun weitere unkommentierte Bilder aus Angkor.
























Das Gesamtgewicht der Anlagen drück schon mächtig auf das Material, wie man sehen kann.




In einigen Tempelanlagen fühlen sich nicht nur die Termiten wohl, nein, auch die Fledermäuse haben es sich hier gemütlich gemacht.




Und wer in luftiger frischer kühler Höhe beten möchte, sollte dies am besten hier tun.


Man kann über einige Hotels auch ein Privatdinner in der Anlage von Angkor buchen, es kostet um die 150 USD/pro Person und die Location wäre dann hier.


Was mich nicht vom Hocker gehauen hat, sind die sogenannten Beautiful Temple, etwa 30Km von Siem Reap entfernt. Nicht nur dass dafür auch ein Eintritt fällig ist, nein, sie wurden aus der Umgebung zusammen geschleppt, restauriert und wieder hingestellt. Sie haben somit nix mit den anderen Tempeln gemeinsam. Der Weg war umsonst, aber dafür kann ich trotz des schönen Anblickes der Arbeiten, allenfalls davor warnen.Der lange Weg der Anfahrt, steht nicht im Verhältnis zum Gesehenen.








Die grossen Bäume nennen sich übrigens SPUNG und auf dem Foro kann man unter Zuhilfenahme meines Taxifahrers und Guide Phirun, welcher meine Kokosnuss so lange hält, bis ich das Foto geschossen habe, die Dimenson erfassen.




Schlangen oder ähnliche possierliche Tierchen, haben sich mir nicht gezeigt. Lediglich folgende und die schon oben gezeigte hübsche Kakerlake.








Die sollte man besser nicht reizen, sie sollen recht aggresiv sein.


Wer sich noch künstlerisch und handwerklich betätigen möchte, ist hier gut aufgehoben.


Ansonsten bleibt ja immer noch das Shoppen.


Hier die nützlichen Adressen:





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« Antworten #9 am: April 07, 2008, 03:17:04 »

Das die Treppenstufen in den Anlagen von Angkor so hoch und die Steigung so steil ist, hat wohl den gleichen Grund, wie in anderen Tempelanlagen dieser Welt, dass der gläubige Untertan den beschwerlichen Weg nach oben, unter der Last und Mühe zu erbringen hat.






Ja, so mühevoll kann das dann sein, trotz der langen Farangbeine. übrigens teilweise nicht ganz ungefählich, also Vorsicht.





Am Abend des letzten Tages in Siem Reap,  bin ich dann mit Phirun zu einem Berg ausserhalb der Stadt gefahren. Dort befindet sich ein Tempel und viel wichtiger, man hat einen sehr schönen Rundumblick.
Die Bilder, welche ich dort oben geschossen habe, will ich auch nicht weiter zurückhalten. Landschaftlich sehr schön und vor allem in der Farbe Grün, welche mir in den letzten Tagen äusserst selten vor die Augen gekommen ist.












Später in der Dämmerung








Auf dem Lande ausserhalb der Stadt sieht es sehr idyllisch, so wie auch hier zu sehen ist.




Auch der Mopeddealer ist allgegenwärtig und liefert direkt ins Haus.

« Letzte Änderung: April 07, 2008, 04:00:05 von khun lutz » Gespeichert
khun lutz
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« Antworten #10 am: April 07, 2008, 03:54:50 »

Am nächsten Tag bin ich dann wieder mit dem Share-Taxi zurück nach Poipet und habe dort noch einmal eine Nacht im Um Reksmey genächtigt um am nächsten Vormittag in Richtung Grenze aufzubrechen.
Der Grenzübertritt ist wieder ein Kinderspiel gewesen und verlief gänzlich unproblematisch.
Mit dem Song Thaeo bis zum Busbahnhof Aranya Prathet war es nicht so weit, aber es dauerte ein weilchen, da der Fahrer bei der Grenzpolizei halt machte, wo ein Grenzer ins Song Thaeo gesehen hatte und alle fraglichen Gesichter rausgebeten hatte, zur individuellen Passkontrolle.
Am Busbahnhof angekommen, wollte ich nun erst einmal zu meinem nächsten Umsteigpunkt, Wang Nam Yen. Freundliche Leute wiesen mir den Weg zum richtigen Bus und ich fuhr für 65,- Baht nach Wang Nam Yen.
Direkt an der Bushaltestelle sah ich dann das Exemplar eines Harley Davidson Verschnittes.


Dort angekommen, brauchte ich nur noch 30 Minuten auf den Bus nach Chachoensao  warten und fuhr mit diesem wiederum für 65,- Baht, nach Go Kathing, wo Retepom wohnt. Genau gesagt bin ich nach Nong Kok gefahren, von wo mich Retepom vom Dorfmarkt gefischt und zu sich nach Hause gebracht hatte.
Der Dorfmarkt war interessant,vor allem durch seine Preise.


In Cambidia lernte ich auch dieses Schmankerl kennen, das gibt es auch in Thailand, habe es vorher jedoch noch nie gesehen und es hört auf den Namen: Khao Rham.
Innen drin ist Klebreis mit Kokosnuss und irgendwelchen Kernen, manchmal auch lila eingefärbt, leicht süss, mit den Fingern zu essen und meiner Meinung nach, eine optimale Reiseernährung.


Bei Retepom hat es mir sehr gut gefallen, es ist dort sehr ruhig und abgelegen. Da wir uns sehr gut verstanden haben, habe ich noch einen Tag verlängert. Die Bewirtung und die Kochkunst seiner Frau waren sehr gut und mehr als reichlich.
Hinter seinem Haus liegt ein Stausee, der derzeit wenig Wasser führt, so dass eine grosse Fläche begehbar ist.
So sieht Retepom seine Pampas aus.






Und sie hat mich die ganze Zeit sehr verliebt angesehen.


Von Retepom bin ich dann per Bus nach Chachoengsao gefahren. Diese Fahrt hatte 80,- Baht gekostet. Auf dieser Fahrt haben wir einen 15 Minütigen Zwischenstopp in der nächsten grösseren Stadt an der Bushaltestelle gemacht. Dort wurde ein wenig Fahrtverpflegung eingekauft und weiter ging es nach Chachoengsao. Während der Fahrt haben der Fahrer, seine Frau die Schaffnerin und deren Sohn angefangen, das o.a. Khao Rham zu essen. Man spürte offensichtlich, wie mir das Wasser im Mund zusammenlief und fing an, mich mitzuverpflegen. Es hatte köstlich geschmeckt. Eine kleine Geldspende meinerseits, wurde aber entschlossen abgelehnt. In Chachoengsao habe ich dann dem Sohneman einen 20 –er zugesteckt, um mein Gewissen zu erleichtern.
In Chachoengsao habe ich dann etwa  40 Minuten Zeit gehabt, bis mein Bus nach Bangkok abfuhr. Diese Zeit habe ich genutzt, um mir ein kleines Strassenrestaurant zu suchen, um feste Nahrung zu mir zu nehmen. Dort scheint es auch nicht so viele Farangs zu geben, da ich von allen Seiten begutachtet wurde. Die Leute waren auch hier sehr nett, freundlich und aufgeschlossen.
Eine Frau wollte mir eine Lebenspartnerin andrehen, welche ich gerne angenommen hätte, aber aus Zeitgründen ablehnen musste.
Die Fahrt nach Bangkok ging recht zügig, kostete 60,- Baht und 90 Minuten später, fand ich mich völlig gerädert und KO in meinem Apartment wieder.

Diese Reise war für mich sehr interessant, die Erfahrung mit den unterwegs getroffenen Menschen ausnahmslos positiv, sehr angenehm und bereichernd. Somit sind diese 7 Tage für mich ein voller Erfolg gewesen,  an den ich mich noch lange zurückerinnern werde.
Wenn ich mir dazu die aufgebrachten Kosten ansehe, unter Berücksichtigung, dass Angkor als gesamte Anlage, in seiner Grösse und des guten Zustandes, einmalig auf der Welt ist, kann ich solch einen Trip nur jedem empfehlen.


Khun Lutz
« Letzte Änderung: April 07, 2008, 04:19:52 von khun lutz » Gespeichert
Ferdinand
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« Antworten #11 am: April 07, 2008, 08:21:55 »

Interessanter Bericht und sehr schöne Photos.

Vielen Dank lutz! [Zwinkernd]

Ferdinand


"Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode."
William Shakespeare
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dii
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« Antworten #12 am: April 07, 2008, 11:42:14 »

...sauber



...Alkohol macht langsam dumm - egal,wir haben Zeit... ...die Zeit leuft ab!
Luemmel!


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khun lutz
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« Antworten #13 am: April 08, 2008, 12:52:42 »

Der Reisebericht ist als solcher komplett und abgeschlossen. Bitte nicht wundern, wenn ich nochmal in die Texte dann und wann reingehe, ich nehme nur Rechtschreib- oder Formulierungskorrekturen vor. Es wird nichts mehr rausgeschnitten oder hinzugefügt werden.
Ansonsten freut es mich, dass euch der Bericht zusagt.
Die Fotos hätten noch wesentlich besser sein können, aber meine andere Cam hat immer noch Displayschaden, so dass ich über Sucher und ohne Zoom hätte knipsen müssen, worauf ich selbstredend verzichtet habe.
Die hier benutzte Cam macht dafür Top-Videos, wovon ihr in diesem Fall aber leider nix habt.

Stachelwadenexhibitionist aus Leidenschaft[Lächelnd]
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« Letzte Änderung: April 08, 2008, 12:58:14 von khun lutz » Gespeichert
namdock
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« Antworten #14 am: April 08, 2008, 07:59:21 »

Es gibt da ein Buch von Dawn Rooney mit dem Titel "Angkor", ISBN: 962-217-683-6.

Das Buch ist auf englisch geschrieben. Viele Fotos, aber nur in schwarz/weiss, aber eine Fülle von Informationen über Angkor.

Lutz'ens Fotos sollten die mal hernehmen!

namdock

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         Karl Valentin
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