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Lafontaine und Gysi in München
Archiv - TIP Zeitung für Thailand
März 07, 2021, 11:56:57 *
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Autor Thema: Lafontaine und Gysi in München  (Gelesen 26728 mal)
Ferdinand
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« Antworten #75 am: April 12, 2008, 03:43:04 »

@lutz

 
Zitat:
...es wurde in allen wichtigen Dingen, insbesondere den mit Entwicklung und Fortschritt zusammenhängenden Dingen, intensiv boykottiert.

Dann hätte der zukunftsweisende, überlegene Ostblock im Gegenzug den Westen boykottieren müssen und diesem die eigenen, fortschrittlichen Errungenschaften des Kommunismus vorenthalten sollen. Dann wäre sicherlich der Westen kollabiert.
Tja, zu spät. [Lächelnd]

Und von mir noch einmal als Klarstellung, mir geht es in keiner Weise gegen die Ossis.
Im Gegenteil, ich liebe Ossis. Ich liebe alle Deutsche, egal ob aus München, Rostock, Graz, Kolmar, Bozen, Zürich oder Luxemburg.
Ich bin überaus glücklich über die Wiedervereinigung und zahle gerne dafür.

Ich habs nur nicht so arg mit Kommunisten.


Ferdinand


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khun lutz
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« Antworten #76 am: April 12, 2008, 04:29:49 »

Boykott an den Ostblock mal ganz simpel dargestellt.
Jemand schlägt den gebrechlichen Mann an Krücken die Selbigen weg, und macht ihm damit das Leben nicht gerade einfacher, ganz im Gegenteil.

"im Gegenzug den Westen boykottieren müssen und diesem die eigenen, fortschrittlichen Errungenschaften des Kommunismus vorenthalten sollen"

Der Westen hat einige inzwischen, sinvolle und fortschrittliche Massnahmen in sozialen Bereichen, wenn auch sehr spät, erkannt und führt sie bejubelt und beklatscht als Wahlpropaganda, frecher weise als eigenes "Baby", in die deutschen Sozialbereiche ein (Stichwort Tages/Wochenkinderkrippe, Recht auf Kindergartenplatz, etc.).
Im Verkehrsbereich ist es der grüne Pfeil gewesen.
Auch banale Dinge wie öffnungszeiten im Einzelhandel bis 20 Uhr (war Normalzustand) und länger, wurden ENDLICH wieder (für uns Ossis) eingeführt.
Du siehst Ferdinand, es muss nicht zwingend alles mit Sozialismus oder gar Kommunismus zu tun haben um schlecht oder gut zu sein. Der -ismus ist lediglich der Systemmantel drumherum.

Und vielen Dank, das du mich LIEBST.

Das es dir nicht gegen Ossis geht, ist auch noch nicht behauptet worden und darin besteht auch kein Vorwurf, ebenfalls nicht von mir.
Habe dich für dieses Thema auserkohren, da mit dir eine sachliche Diskusion ohne Tiefschläge möglich ist und nun stelle ich sogar fest, dass, bis auf kleine Ausnahmen, sogar eine einigermassen grundlegend konforme Sicht der Dinge auf beiden Seiten vorhanden ist.
Wenn das nicht ein wünschenswertes Ergebnis einer Diskusion ist, dann kann ich mir auch nicht mehr helfen.
Lutz

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Ferdinand
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« Antworten #77 am: April 12, 2008, 04:45:58 »

@lutz

 
Zitat:
Jemand schlägt den gebrechlichen Mann an Krücken die Selbigen weg, und macht ihm damit das Leben nicht gerade einfacher, ganz im Gegenteil.

Der Ostblock war ja auch nicht der Freund, sondern aus gutem Grund der Feind.
Es bestand folglich absolut kein Grund der Kommunistenbande das Leben einfacher zu machen.

 
Zitat:
Der Westen hat einige inzwischen, sinvolle und fortschrittliche Massnahmen in sozialen Bereichen, wenn auch sehr spät, erkannt und führt sie bejubelt und beklatscht als Wahlpropaganda,...
(Stichwort Tages/Wochenkinderkrippe, Recht auf Kindergartenplatz, etc.).

Das ist aber sehr umstritten. Auch ich bin im Prinzip gegen Kinderkrippen und sehe sie lediglich als äusserst unerwünschte Notlösung.
Ich bin da absolut auf Eva Hermans Linie.  
Du siehst, nicht mal diese sozialistische Errungenschaft vermag mich zu beeindrucken, im Gegenteil.

 
Zitat:
Auch banale Dinge wie öffnungszeiten im Einzelhandel bis 20 Uhr (war Normalzustand) und länger, wurden ENDLICH wieder (für uns Ossis) eingeführt.

Jo, bis 20 Uhr ist gerade noch OK. Länger wäre schlecht. Darüber hinaus bin ich absolut gegen eine Ladenöffnung am Sonntag.
Ausserdem bezweifle ich dass für diese Entwicklung das Beispiel der DDR notwendig war.
Schliesslich gibt es auch in anderen Ländern unterschiedliche Ladenöffnungszeiten.

 
Zitat:
Im Verkehrsbereich ist es der grüne Pfeil gewesen.

OK, der grüne Pfeil ist natürlich super.
Was wäre die BRD heute ohne den grünen Pfeil!?
Der Westen hat allen Grund für das Geschenk des grünen Pfeils der DDR auf ewig dankbar zu sein. [Lächelnd]


Ferdinand


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« Letzte Änderung: April 12, 2008, 04:49:44 von Ferdinand » Gespeichert
khun lutz
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« Antworten #78 am: April 12, 2008, 05:00:34 »

Es sind alles Dinge, die das allgemeine Leben vereinfachen können.

Auch weiss ich, dass du gegen Kinderkrippen bist. Jedoch muss sich ein Kind auch erst  mal geleistet werden können und ein Verdiener reicht in der Regel nicht mehr aus, also stellt sich die Frage: Kind oder Karriere und schon sind wir beim Rentenproblem.

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« Letzte Änderung: April 12, 2008, 05:07:52 von khun lutz » Gespeichert
Ferdinand
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« Antworten #79 am: April 12, 2008, 05:15:09 »

Ein Kind unter drei oder vier Jahren gehört zu seiner Mutter. Hierin hat Eva Herman absolut Recht.
Wenn eine Mutter nicht Willens ist sich ihren Kindern zu widmen soll sie es lieber bleiben lassen. Man kann ein Kind nicht in einer Anstalt abliefern wie man ein Auto in der Garage parkt.
Kinderkrippen sind somit absolut bedauernswerte Notlösungen.
Wohin Kinderkrippen und die damit verbundene Mentalität führen lässt sich ja auch an den verstärkt in den NBL auftretenden Kindstötungen und Verwahrlosungen erkennen.
Da stimme ich mit der Einschätzung der Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Brandenburg, Böhmer und Schönbohm, absolut überein.
Die Linken favorisieren Kinderkrippen damit sie die Kinder frühestmöglich aus ihren Familien herausreissen und indoktrinieren können.
Womöglich kommt dann noch so ein Daniel Cohn-Bendit und... .

Ansonsten sollen halt die Moslems die Welt übernehmen.
Die bringen das ja komischerweise hin mit der Fortpflanzung und Kindbetreuung, auch ohne Kinderkrippen.

Ferdinand


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« Letzte Änderung: April 12, 2008, 05:37:57 von Ferdinand » Gespeichert
khun lutz
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« Antworten #80 am: April 12, 2008, 05:42:51 »

"Wenn eine Mutter nicht Willens ist sich ihren Kindern zu widmen soll sie es lieber bleiben lassen."

WILLENS Huch??  Ferdi, der war schwach auf der Brust.

"Ansonsten sollen halt die Moslems die Welt übernehmen.
Die bringen das ja komischerweise hin mit der Fortpflanzung und Kindererziehung, auch ohne Kinderkrippen."

Wenn du die aus Deutschland meinst, dann solltest du dir mal ansehen, unter welchen Bedingung die teilweise leben, unabhängig davon, dass bei denen irgendjemand aus der Familie immer da ist, der auf die kleinen aufpasst, nicht immer zwingend die Mutter selbst.
Oder noch besser, nach Thai-Standard, Muttern lässt sich im Puff durchficken, überweist dafür monatlich ein paar Tausend und die Alten versorgen das Kind, weil das die Bindung zur Mutter (die nur alle 2 Monate nach dem rechten sieht)verstärkt.
Und wenn das Puffgeschäft schlecht läuft, kann und braucht sie nicht mal alle 2 Monate nach Hause fahren, weil sie mit leeren Händen, sich dort nicht blicken lassen braucht.
Wäre mal eine Alternative, die man bezüglich Deutschlands überdenken könnte, da derzeit eh so viele Rentner in Deutschland zu beklagen sind, sollte sich doch in fast jeder Familie jemand finden lassen, der die Mutterrolle übernimmt. :-)


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Ferdinand
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« Antworten #81 am: April 12, 2008, 05:51:59 »

@lutz

 
Zitat:
...dann solltest du dir mal ansehen, unter welchen Bedingung die teilweise leben,...

Ich weiss nicht wie viele Mohammedaner du in Deutschland kennst. Ich kenne viele.
Aber keiner von denen lebt unter besonders schlechten Bedingungen. Die bekommen doch alles, Wohngeld, Kindergeld, Erziehungsgeld... .
Ehrlich, auch nach längerem Grübeln fällt mir keine einzige mohammedanische Familie ein die irgendwie schlecht leben würde in Deutschland.

 
Zitat:
Oder noch besser, nach Thai-Standard,...

Thai-Standard ist Thai-Standard. Das ist wieder ein anderes Thema, auf andere Kulturen nicht übertragbar.

 
Zitat:
...sollte sich doch in fast jeder Familie jemand finden lassen, der die Mutterrolle übernimmt.

Klar, die Oma gehört selbstverständlich auch zur Familie. Das ist schon seit Jahrtausenden so eingeplant.
Was gibt’s da zu lachen?

Ferdinand


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« Antworten #82 am: April 12, 2008, 05:57:39 »

"...auf andere Kulturen nicht übertragbar."

Ups, habe ich gerade andere Kulturen gelesen? Araber, Türken, Iraner, Iraker etc.
Was hat deren Lebenskultur mit der gemeinen weteuropäischen gemeinsam, insbesondere das interne Familienleben?

Ferdinand, ich muss jetzt erst mal los, der Besuch ist da und da will ich nicht mit schlechter deutscher unhöflicher Kultur aufwarten.
Bis dann.
Lutz

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Ferdinand
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« Antworten #83 am: April 12, 2008, 06:09:01 »

@lutz

 
Zitat:
Was hat deren Lebenskultur mit der gemeinen weteuropäischen gemeinsam, insbesondere das interne Familienleben?

Nichts. Darum geht es auch nicht. Wir brauchen die Mohammedaner nicht als Vorbild. In unserer eigenen Kultur gab und gibt es genügend wertvolle Vorbilder denen wir nacheifern können.  
Jedenfalls handelt es sich bei Kinderkrippen und anderen Spirenzchen keinesfalls um deutsche/europäische Kultur, sondern lediglich um neuartige, linke Gesellschaftsexperimente welche sich in den allermeisten Fällen früher oder später als totale Rohrkrepierer herausstellen.


Ferdinand

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« Antworten #84 am: April 12, 2008, 07:07:27 »

Hallo Ferdinand,
ich habe jetzt hier seit zwei Tagen mitgelesen und ich muss sagen, Deine Argumentation, vor allem in den letzten drei, vier Beiträgen, ist überzeugend. Kompliment.
Helmut.

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Wenn ich mich hier zum Deppen des Forums machen will, dann kann ich das auch selber.

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« Antworten #85 am: April 12, 2008, 11:32:47 »

Naja, die Ausführungen zur DDR und Wiedervereinigung sind schon sehr zutreffend. Aber ob sie bei einem fruchten, der noch vor wenigen Wochen bezweifelte, dass die DDR wirklich zum Schluss pleite war. Ich hab da so meine Zweifel. Schliesslich wird schon wieder (verdeckt) die allumfassende Staatsfürsorge gefordert. Da bekommt man anscheinend nicht raus aus Ossi-Köpfen.

Die Strauss-Metapher vom Insulin-Kranken mit der Zuckerspritze war übrigens klasse. Wer ihn allerdings nicht als begnadeten Politiker, sondern als geildgeilen, korrupten Politverbrecher bezeichnet, liegt nachdem was alles so nach seinem Tod ans Licht gekommen ist, bestimmt genauso richtig. Gegen diesen Mann wirkt Taksin wie ein Waisenknabe.

 


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Ferdinand
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« Antworten #86 am: April 13, 2008, 12:41:41 »

Nur um das noch einmal klarzustellen.
Ich sehe den Kapitalismus durchaus auch differenziert.
Ich bin schon auch der Meinung dass man an gewissen Punkten regulierend eingreifen muss, um die positive Kraft des Kapitalismus zu erhalten, zu fördern und möglichst vielen Menschen dienstbar zu machen.
Nur kann ich das hier nicht laut sagen, denn sonst fangen manche Genossen hier gleich wieder ganz begeistert von Enteignung und Planwirtschaft an. [Zwinkernd]

Ferdinand
 


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« Letzte Änderung: April 13, 2008, 12:44:03 von Ferdinand » Gespeichert
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